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Mittwoch, 08. Februar 2012 

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Cannabis

Cannabis ist seit Aufnahme in das BtMG (1972) verboten. Es ist die am weitesten verbreitete illegale Droge. 10 bis 25% aller Menschen haben Erfahrung mit dieser Droge.

Cannabis ist der wissenschaftliche Name für Hanf (Familie der Cannabacae), und hat lange Tradition als Nutz- und Heilpflanze. Der Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) ist in allen Arten der Cannabis-Rauschmittel enthalten:

Marihuana ("Gras"): Blüten, Blätter und Stängel der weiblichen Cannabispflanze mit einem THC-Gehalt von 1-7%. Züchtungen erreichen deutlich mehr ("Skunk" bis 15%).

Haschisch ("Dope","Peace"): gepresstes Harz der Cannabispflanze, welches häufig mit diversen Substanzen gestreckt wird. THC-Gehalt: 5-12%

Haschischöl: ölige Lösung, die durch Einweichen, Filtern und Eindampfen aus mit Haschisch ver­setzten Substanzen gewonnen wird. THC-Gehalt: 12-60%.

In den letzten 10 Jahren ist durch verschiedene Züchtungen z.T. auch ein massiver Anstieg des THC-Gehalts festzustellen.

Der Hauptunterschied der Drogen liegt in der THC-Konzentration, die aber variieren kann. Der Gehalt an THC hängt hauptsächlich von der Durchschnitts­temperatur bei der Reifung ab.

Cannabis wird meist mit Tabak vermischt ("Joint", "Stick"), seltener in Getränken (Tee) oder Nahrungs­mitteln (Kekse) konsumiert (oder gar inhaliert).

Wirkung: Cannabis verstärkt vorhandene Gefühle (auch die latenten negativen!), und sorgt für Ent­spannung, Ruhe und Heiterkeit. Gelegentlich werden Halluzinationen beobachtet. Hunger- und Durst­gefühle werden deutlich verstärkt. Es treten aber auch Konzentrationsstörungen, Antriebsminderung, Angst und Furcht vor Verselbständigung der Gedan­ken auf. Gelegentlich kann THC Psychosen begün­stigen.

Der Abbau von THC im Körper benötigt ca. 30 Tage, somit es via Urin nachgewiesen werden kann. 90% der Konsumenten zeigen ein weiches Konsum­muster, oftmals ist der THC-Konsum nur eine episodische Entwicklungserscheinung.

Langzeitfolgen: psychische Abhängigkeit, Antriebs­störungen, depressiver Rückzug, Gleichgültigkeit, Verringerung des Kurzzeitgedächtnisses und Gefahr von Lungenkrebs (mehr giftige Substanzen als in Tabak!)

 
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